Klinisch-psychologische Diagnostik in Klagenfurt
Eine fundierte klinisch-psychologische Diagnostik kann helfen, Beschwerden besser einzuordnen, Ursachen zu verstehen und gezielte Behandlungsmöglichkeiten abzuleiten.
In meiner Praxis in Klagenfurt biete ich klinisch-psychologische Diagnostik für Erwachsene und Jugendliche an. Je nach Fragestellung kommen ausführliche Anamnesegespräche, standardisierte psychologische Testverfahren, Verhaltensbeobachtung sowie gegebenenfalls Fremdanamnesen zum Einsatz.
Die Diagnostik wird individuell auf Ihre Fragestellung abgestimmt.
Diagnostische Schwerpunkte
Konzentrationsprobleme, innere Unruhe, Schwierigkeiten mit Organisation, Planung oder Zeitmanagement können auf eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung hinweisen.
Eine ADHS-Diagnostik umfasst unter anderem:
- ausführliche Anamnese und Entwicklungsanamnese
- Erfassung von Symptomen in Kindheit und Erwachsenenalter
- standardisierte ADHS-Fragebögen und Testverfahren
- Untersuchung von Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen
- Differentialdiagnostik zu Depression, Angst, Autismus und anderen möglichen Ursachen
- ausführliche Ergebnisbesprechung
- schriftlicher klinisch-psychologischer Befund
Eine Diagnose wird nicht aufgrund eines einzelnen Testergebnisses gestellt, sondern ergibt sich aus der Zusammenschau aller diagnostischen Informationen.
Viele Erwachsene beschäftigen sich erst spät mit der Frage, ob bestimmte soziale, kommunikative oder sensorische Besonderheiten mit einer Autismus-Spektrum-Störung zusammenhängen könnten.
Mögliche Hinweise können beispielsweise sein:
- Schwierigkeiten, soziale Situationen intuitiv zu verstehen
- Unsicherheit im sozialen Austausch
- ausgeprägtes Bedürfnis nach Routinen
- intensive Spezialinteressen
- sensorische Überempfindlichkeiten
- hohe soziale Anpassungsleistung oder sogenanntes Masking
- Erschöpfung nach sozialen Situationen
Die diagnostische Abklärung kann unter anderem den ADOS-2, Modul 4, Entwicklungsanamnese, Fragebogenverfahren und eine umfassende klinisch-psychologische Differentialdiagnostik umfassen.
ADHS und Autismus können gemeinsam auftreten und weisen teilweise ähnliche Symptome auf.
Beispielsweise können Schwierigkeiten mit Reizverarbeitung, sozialer Überforderung, Konzentration, Organisation oder emotionaler Regulation in beiden Bereichen auftreten.
Eine kombinierte Diagnostik kann deshalb sinnvoll sein, wenn bisher nicht eindeutig geklärt werden konnte, welchem Bereich bestimmte Schwierigkeiten zuzuordnen sind.
Im Rahmen der Abklärung werden ADHS- und Autismus-spezifische Merkmale gemeinsam betrachtet und gegenüber anderen möglichen Erklärungen abgegrenzt.
Die Neuropsychologie beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Gehirnfunktionen, kognitiver Leistungsfähigkeit und Verhalten.
Eine neuropsychologische Diagnostik kann beispielsweise sinnvoll sein bei:
- Gedächtnisproblemen
- Konzentrationsstörungen
- neurologischen Erkrankungen
- Zustand nach Schlaganfall
- Schädel-Hirn-Trauma
- subjektiv wahrgenommener kognitiver Leistungsminderung
- Schwierigkeiten mit Planung und Organisation
- Veränderungen der geistigen Belastbarkeit
Je nach Fragestellung können folgende Bereiche untersucht werden:
- Aufmerksamkeit und Konzentration
- Gedächtnis und Lernfähigkeit
- Arbeitsgedächtnis
- Verarbeitungsgeschwindigkeit
- Exekutivfunktionen
- Planung und Problemlösen
- kognitive Flexibilität
- visuell-räumliche Leistungen
„Ich werde vergesslicher – ist das noch normal?“
Nicht jede subjektiv wahrgenommene Vergesslichkeit bedeutet automatisch eine neurologische Erkrankung.
Auch Stress, Schlafmangel, Depression, Angst oder chronische Überlastung können die Gedächtnisleistung deutlich beeinflussen.
Ein kompakter Gedächtnis-Check kann eine erste Einschätzung ermöglichen.
Dabei werden unter anderem Gedächtnis, Aufmerksamkeit und weitere kognitive Funktionen untersucht.
Bei auffälligen Ergebnissen kann eine weiterführende neuropsychologische oder ärztliche Abklärung empfohlen werden.
Eine Intelligenzdiagnostik dient nicht nur der Ermittlung eines Gesamt-IQ.
Sie ermöglicht auch die Darstellung individueller kognitiver Stärken und Schwächen.
Mögliche Fragestellungen sind:
- Hochbegabung
- allgemeine intellektuelle Leistungsfähigkeit
- individuelles Stärken-Schwächen-Profil
- Leistungsprobleme trotz hoher Begabung
- Leistungsprofil bei ADHS oder Autismus
- Schwierigkeiten in Studium oder Beruf
Die Ergebnisse werden ausführlich besprochen und in den individuellen Lebens- und Leistungskontext eingeordnet.
Psychische Beschwerden lassen sich nicht immer eindeutig einer einzelnen Diagnose zuordnen.
Konzentrationsprobleme können beispielsweise im Zusammenhang mit ADHS auftreten, aber auch bei Depression, Angst, Schlafproblemen oder chronischer Überlastung.
Auch soziale Schwierigkeiten können unterschiedliche Ursachen haben.
Eine Differentialdiagnostik kann helfen, verschiedene mögliche Erklärungen systematisch zu überprüfen.
Typische Fragestellungen können sein:
- ADHS oder Depression?
- Autismus oder soziale Angst?
- ADHS und Autismus?
- Traumafolgestörung oder Depression?
- Erschöpfung oder psychische Erkrankung?
- Persönlichkeitsmerkmale oder neurodivergente Entwicklung?
Wenn noch nicht klar ist, welche Diagnostik sinnvoll ist, kann zunächst ein diagnostischer Check-up erfolgen.
Dieser beinhaltet ein ausführliches Gespräch sowie orientierende diagnostische Verfahren.
Anschließend erhalten Sie eine Einschätzung, welche weiterführende Diagnostik oder Behandlung sinnvoll sein könnte.
Der Check-up eignet sich insbesondere bei unspezifischen Beschwerden wie:
- Konzentrationsproblemen
- Überforderung
- Erschöpfung
- Stimmungsschwankungen
- sozialer Unsicherheit
- Gedächtnisproblemen
- wiederkehrenden Schwierigkeiten in Beruf oder Studium
Ablauf einer klinisch-psychologischen Diagnostik
1. Erstgespräch
Im ersten Termin werden aktuelle Beschwerden, persönliche Entwicklung, bisherige Diagnosen und die konkrete Fragestellung besprochen.
2. Diagnostische Untersuchung
Anschließend werden je nach Fragestellung geeignete psychologische Testverfahren durchgeführt.
Eine umfangreichere Diagnostik kann auf mehrere Termine verteilt werden.
3. Auswertung und diagnostische Einordnung
Die Testergebnisse werden mit den anamnestischen Informationen und der klinischen Beobachtung zusammengeführt.
4. Rückmeldegespräch
Die Ergebnisse werden ausführlich und verständlich besprochen.
Dabei geht es nicht nur um mögliche Diagnosen, sondern insbesondere um die Frage:
Was bedeuten die Ergebnisse konkret für Ihren Alltag und welche nächsten Schritte sind sinnvoll?
5. Klinisch-psychologischer Befund
Bei umfangreicheren diagnostischen Untersuchungen erhalten Sie einen schriftlichen klinisch-psychologischen Befund.
Diagnostik als Grundlage für weitere Behandlung
Eine gute Diagnostik sollte nicht bei einer Diagnose enden.
Aus den Ergebnissen können konkrete Empfehlungen für weitere Schritte abgeleitet werden, beispielsweise:
- klinisch-psychologische Behandlung
- Psychotherapie
- psychiatrische oder neurologische Weiterbehandlung
- Neurofeedback
- Strategien für Alltag und Beruf
- Unterstützung bei Studium oder Ausbildung
- Stress- und Selbstmanagement
- individuelle Kompensationsstrategien
Häufige Fragen zur klinisch-psychologischen Diagnostik
Das hängt von der Fragestellung ab.
Ein diagnostischer Check-up kann häufig innerhalb eines Termins erfolgen. Eine umfassende ADHS-, Autismus- oder neuropsychologische Diagnostik benötigt mehrere Untersuchungseinheiten.
Ja. Eine ADHS kann auch bei Erwachsenen diagnostisch abgeklärt werden.
Dabei wird insbesondere berücksichtigt, ob entsprechende Merkmale bereits in Kindheit oder Jugend bestanden haben.
Ja.
Insbesondere Menschen mit guter kognitiver Leistungsfähigkeit können über viele Jahre Strategien entwickeln, um soziale Schwierigkeiten zu kompensieren oder zu verbergen.
Eine fundierte Diagnostik berücksichtigt deshalb nicht nur das aktuelle Verhalten, sondern auch die individuelle Entwicklungsgeschichte.
Ja.
Eine kombinierte diagnostische Abklärung kann sinnvoll sein, da beide Störungsbilder teilweise ähnliche Symptome aufweisen und auch gemeinsam vorkommen können.
Bei umfassenden diagnostischen Untersuchungen kann ein schriftlicher klinisch-psychologischer Befund erstellt werden.
Die genaue Form wird vor Beginn der Diagnostik vereinbart.
Hilfreich können frühere psychologische oder psychiatrische Befunde, Arztbriefe, Schulzeugnisse oder andere relevante Unterlagen sein.
Bei ADHS- oder Autismus-Diagnostik können – sofern verfügbar – auch Informationen aus der Kindheit hilfreich sein.
Termin für klinisch-psychologische Diagnostik in Klagenfurt
Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche diagnostische Abklärung für Ihre Fragestellung geeignet ist, kann dies im Rahmen eines diagnostischen Erstgesprächs gemeinsam geklärt werden.
Klinisch-psychologische Diagnostik in Klagenfurt und Kärnten – mit Schwerpunkt ADHS, Autismus-Spektrum, Neuropsychologie, Gedächtnis und kognitive Leistungsfähigkeit.